Russische Angriffe auf breiter Front


Bei Angriffen auf das südwestukrainische Gebiet Odessa am 30. Juni seien vermutlich Raketen vom Typ Ch-22 eingesetzt worden. “Diese Waffen sind sogar noch ungenauer und ungeeignet für zielgenaue Angriffe und haben in vergangenen Wochen so gut wie sicher zu wiederholten zivilen Opfern geführt”, hieß es weiter.

Kiew: Russische Angriffe auf breiter Front

10.14 Uhr: Im Osten der Ukraine setzt Russland nach Angaben aus Kiew seine Angriffe auf breiter Front fort. Im Raum Charkiw versuche die russische Armee, mit Unterstützung der Artillerie verlorene Positionen zurückzuerobern, teilte der ukrainische Generalstab am Samstag mit. Zahlreiche Orte würden beschossen, um die ukrainische Armee dort zu binden.In der Region Donezk sei eine russische Attacke abgewehrt worden, hieß es. Aus dem Raum Awdijiwka wurden russische Luftangriffe gemeldet. Im Schwarzen Meer wiederum blockiere Russland weiterhin die Seeverbindungen der Ukraine.

Russland soll Streumunition einsetzen

10.12 Uhr: Russland soll bei Raketenangriffen auf die Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine mit mindestens vier Toten nach ukrainischen Angaben verbotene Streumunition eingesetzt haben. Dabei seien in der Nacht zum Samstag zivile Bereiche getroffen worden, in denen es keine Militäranlagen gebe, berichtete Bürgermeister Wadym Ljach am Samstag im Online-Messengerdienst Telegram. Vier Menschen seien getötet, sieben Menschen verletzt worden.Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. Ihr Einsatz ist völkerrechtlich geächtet. Aus dem Raum Charkiw und Mykolajiw wurden am Samstagmorgen zudem Explosionen gemeldet. Details waren zunächst unklar. Die Angaben aus Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen.

Das geschah in der Nacht

Die Ukraine wirft Russland vor, Phosphorbomben auf die Schlangeninsel geworfen zu haben. Aus den USA kommen mehr Waffen. In der Nacht gab es erneut Luftalarm in Mykolajiw. Lesen Sie hier mehr.

Argentinien macht diplomatischen Vorstoß

5 Uhr: Argentinien setzt zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verstärkt auf Diplomatie. “Ich hatte ein Telefongespräch mit (dem ukrainischen Präsidenten) Wolodymyr Selenskyj, bei dem ich meine Unterstützung für alle Verhandlungen zur Beendigung der Feindseligkeiten und zum Erreichen eines endgültigen Friedens zum Ausdruck brachte”, schrieb Fernández auf Twitter am Freitag (Ortszeit). “Lateinamerika lehnt den Einsatz von Gewalt ab und fördert den Dialog zur Konfliktlösung.”Argentinien hat derzeit den Vorsitz der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) inne und war als Gast zum G7-Gipfel in Bayern eingeladen.

Nächtliche Explosionen und Luftalarm

4.30 Uhr: In Mykolajiw hat es nach Angaben des Bürgermeisters Nikolaev Alexander Senkevich erneut Explosionen gegeben. Auf Telegram warnte er in der Nacht die Bürger: “Es gibt mächtige Explosionen in der Stadt! Bleiben Sie in Notunterkünften!” Später teilte er mit, dass die Luftabwehr aktiv sei. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Berichte über nächtliche Bombardierungen.Auch aus anderen Städten wurden in der Nacht über den offiziellen Telegram-Warnkanal Luftangriffe gemeldet, darunter Kryvoozerska und Voznesensk sowie Charkiw.

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