++ Ukraine-Krieg im Newsblog ++ Ukraine droht mit Angriff auf Krim und russische Schwarzmeerflotte

Ukraine droht mit Angriff auf Krim und russische Schwarzmeerflotte

16.35 Uhr: Die Ukraine hat mit Angriffen auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim und die dort stationierte russische Schwarzmeerflotte gedroht. “Wir bekommen Schiffsabwehrwaffen und werden früher oder später die Flotte angreifen”, sagte der stellvertretende ukrainische Verteidigungsminister Wolodymyr Hawrylow der britischen “Times” am Dienstag bei einem Besuch in London. “Russland muss die Krim verlassen, wenn es weiter als Staat bestehen will”, sagte der 64-Jährige.”Wir sind bereit, sie im gesamten Schwarzen Meer ins Visier zu nehmen, wenn wir diese Möglichkeit haben”, betonte Hawrylow. “Die Krim ist ukrainisches Territorium, daher ist jedes Ziel dort für uns legitim.” Eine Rückkehr sei auch auf diplomatischem Wege möglich. Allerdings hatte Russland stets erklärt, dass die Krim-Frage durch die Eingliederung in das Land endgültig geklärt sei. Einschließlich der Krim kontrolliert Russland inzwischen mehr als 20 Prozent des ukrainischen Territoriums.Russland hatte seinen am 24. Februar begonnenen Krieg gegen die Ukraine auch mit angeblichen Plänen Kiews begründet, sich die 2014 von Moskau annektierte Krim zurückholen zu wollen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Hawrylows Äußerungen bestätigten einmal mehr die Notwendigkeit der “militärischen Spezialoperation”. So bezeichnet Moskau den Krieg gegen die Ukraine offiziell.

Russisches Fernsehen entlarvt Verbrechen eigener Soldaten

14.00 Uhr: Russische Propaganda soll die schwierige Situation von Angehörigen gefallener Soldaten zeigen. Doch eine Szene deckt offenbar die Verbrechen eines Toten auf. Mehr dazu sehen Sie hier.

Ukraine und Russland tauschen Dutzende Leichen aus

13.30 Uhr: Die Ukraine und Russland haben im laufenden Krieg erneut mehrere Dutzend Leichen getöteter Soldaten ausgetauscht. “Die Ukraine hat 45 ihrer Verteidiger zurückgeholt”, teilte das zuständige Ministerium in Kiew am Dienstag mit. Der Austausch sei gemäß den Normen der Genfer Konvention erfolgt. Details wurden nicht genannt. Der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti bestätigte ein Mitglied der Besatzungsverwaltung des südukrainischen Gebiets Saporischschja den Austausch nach der Formel “45 gegen 45”.Die Ukraine kämpft seit knapp fünf Monaten gegen die russische Invasion. Angaben zu eigenen Verlusten machen beide Seiten nur selten. Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte zuletzt eine Zahl von 3500 getöteten Soldaten, denen posthum Orden zuerkannt wurden. Die Donezker Separatisten in der Ostukraine bezifferten ihre Verluste seit Ende Februar auf knapp 2400.

Russische Truppen greifen wohl Kramatorsk an

13.04 Uhr: Das Zentrum der ostukrainischen Stadt Kramatorsk ist dem Bürgermeister zufolge vom russischen Militär angegriffen worden. Es gebe mehrere Opfer, teilt Olexandr Hontscharenko auf Facebook mit. Einzelheiten nennt er nicht. Ein Foto, das auf der Facebook-Seite des Bürgermeisters und des Stadtrates zu sehen ist, zeigt ein brennendes Wohngebäude. Der Gouverneur der Region Donezk, in der Kramatorsk liegt, berichtet auf dem Kurznachrichtendienst Telegram von einem Todesopfer. Es habe laute Explosionen gegeben, schreibt Pawlo Kyrylenko.

Selenskyj entlässt weitere Geheimdienstmitarbeiter

12.38 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat im Zuge seiner angekündigten “Personalprüfungen” weitere ranghohe Geheimdienstmitarbeiter entlassen. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Dekret entließ der Staatschef Wolodymyr Horbenko als Vizechef des Geheimdienstes SBU. Zudem wurden in den vier Gebieten Sumy, Dnipropetrowsk, den Transkarpaten und Poltawa die Regionalchefs ausgetauscht. Außerdem entließ Selenskyj den SBU-Chef des Gebiets Schytomyr. Für den seit Ende Mai vakanten Posten im ostukrainischen Charkiw ernannte Selenskyj einen neuen Regionalchef.

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