Wie “Pussy Riot”-Mitglied Aljochina vor Putin geflohen ist


Mit provokanten Aktionen gegen Machthaber Putin erregte die Gruppe “Pussy Riot” Aufmerksamkeit. Nun ist eine der Aktivistinnen aus Moskau in die EU geflüchtet – unter spektakulären Bedingungen. Seit mehr als 10 Jahren kämpft die russische Aktivistin Maria Aljochina für Menschenrechte in ihrem Heimatland und ist dabei immer wieder mit der Justiz in Konflikt geraten. Nun hat das Mitglied der Punkband “Pussy Riot” nach Angaben ihres Anwalts trotz polizeilicher Überwachung Russland verlassen. Aljochina befinde sich nicht mehr auf russischem Staatsgebiet, hieß es Dienstagabend nach Angaben der Agentur Interfax.Die “New York Times” berichtete von einer spektakulären Fluchtaktion: Getarnt als Kurierin eines Lieferdienstes soll Aljochina Moskau verlassen haben. Mit der Verkleidung, eine grüne Uniform, habe sie die Polizei, die das Apartment überwachte, täuschen können. Ihr Mobiltelefon habe sie zurückgelassen, damit die Behörden sie nicht aufspüren konnten.Dem Bericht zufolge halte sich Aljochina inzwischen in Vilnius auf. Sie sei von einem Freund an die Grenze zu Belarus gefahren worden und habe dann nach etwa einer Woche Litauen erreicht. Ein gültiges Reisedokument sei für sie ins Land geschmuggelt worden.Der Ausgang ihres Fluchtplans sei laut Aljochina “unvorhersehbar” und ein “großes” Signal an die russischen Behörden gewesen. “Ich bin froh, dass ich es geschafft habe”, wird sie in der “New York Times” zitiert. “Ich verstehe immer noch nicht ganz, was ich getan habe”, so Aljochina.

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