Zahlreiche tote Zivilisten durch Streumunition in Charkiw


Kommandozentrale im Donbass: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lässt sich vor Ort die schwierige Situation seiner Truppen erklären. (Quelle: Ukraine Presidency/imago-images-bilder)

Selenskyj: Ukraine braucht moderne Luftabwehr-Systeme

23 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Westen abermals um die Lieferung moderner Luftabwehr-Systeme ersucht. Seit der russischen Invasion im Februar seien ukrainische Städte von gut 2.600 feindlichen Raketen getroffen worden, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache am Sonntag. “Das sind Leben, die hätten gerettet werden können, Tragödien, die hätten verhindert werden können – wenn die Ukraine erhört worden wäre.” Dabei habe das Land bereits vor dem Krieg um moderne Luftabwehr-Systeme gebeten, die bereits vor Jahren hätten geliefert werden können, sagte Selenskyj.In den umkämpften ostukrainischen Gebieten versuchten die russischen Truppen weiterhin, in Richtung von Städten wie Bachmut, Slowjansk und Lysytschansk vorzustoßen, sagte Selenskyj. In der strategisch wichtigen Stadt Sjewjerodonezk werde “buchstäblich um jeden Meter gekämpft”. Hier lesen Sie mehr zur aktuellen Lage im Donbass.

Melnyk: Viele Geflüchtete fühlen sich in Deutschland nicht willkommen

22.45 Uhr: Viele ukrainische Geflüchtete kehren nach Überzeugung des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk Deutschland wieder den Rücken, weil sie sich hier nicht willkommen fühlen. Melnyk sagte in “Bild”-TV: “Die meisten Ukrainer kehren zurück, schon längst. Es sind mehr Menschen, die abreisen aus diesem Land, als zu Ihnen kommen.” Man sollte sich in Deutschland Gedanken darüber machen, wieso viele Ukrainer, “keine Lust haben, hier zu bleiben”. Der Botschafter sagt, dass aus Sicht der Ukrainer Deutschland Verantwortung für viele Toten trage, weil es bislang keine schweren Waffen geliefert habe.

Russische Behörden: Verletzte bei Explosion in besetzter ukrainischer Stadt

22.26 Uhr: Bei einer Explosion in der von russischen Truppen besetzten ukrainischen Stadt Melitopol sind nach Behördenangaben vier Personen verletzt worden. Die Besatzungsbehörden gingen davon aus, dass ein Sprengsatz in einem Mülleimer neben ihrer Lokalverwaltung des Innenministeriums explodiert sei, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass. Es seien ausschließlich Zivilisten zu Schaden gekommen, hieß es. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Melitopol liegt im ukrainischen Gebiet Saporischschja, das zum Teil von russischen Truppen besetzt ist.

Britischer Ex-Soldat in Sjewjerodonezk erschossen

21.54 Uhr: Im Kampf um Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine ist ein junger Brite getötet worden – er hatte sich freiwillig ukrainischen Einheiten angeschlossen. In einem Facebook-Beitrag betrauert seine Familie den Verlust. Mehr dazu lesen Sie hier.Loading…Loading…Loading…

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